Historie
Im September 2004 ist in Unna auf dem Gelände der Lindenbrauerei das „Zentrum für Information und Bildung“ (ZIB) eröffnet worden. Unter einem Dach wirken hier verschiedene Kultur- und Bildungseinrichtungen – wie die Volkshochschule, die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv und der Kulturbereich der Stadt Unna – mit einer neuen inhaltlichen zukunftsweisenden Konzeption.Das Gelände der Industriebrache beherbergt bereits seit mehreren Jahren verschiedene Einrichtungen aus den Bereichen Bildung, Soziolkultur und Gesundheit. Mit dem „Zentrum für Internationale Lichtkunst“ ist die ehemalige Brauerei auch Ankerpunkt der „Route Industriekultur“ im Ruhrgebiet geworden.
Das Projekt ZIB-Netzwerk, aus dem der Verein „Lernende Region Unna e.V.“ hervorgegangen ist, knüpfte an die Diskussion um die inhaltliche Neuausrichtung der vier Kerneinrichtungen des neuen Zentrums für Information und Bildung an.
Das ZIB-Netzwerk, bestehend aus Vertretern der Öffentlichen Verwaltung, der Wirtschaft, der Gewerkschaften, privater und öffentlicher Bildungsträger, Kultur- und Soziokultureinrichtungen, der Wissenschaft und Initiativgruppen, verfolgte dabei anhand konkreter Projekte die Zielsetzung, modellhaft eine neue Lernkultur für die Region Unna zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen.
Insbesondere ging es darum, Lernen stärker in den konkreten Lebensbezug einzubetten, bisher ausgegrenzte Personengruppen in die Bildungsstruktur einzubeziehen und Benachteiligungen abzubauen. Über Pilotprojekte wurden nutzerorientierte Lerninhalte erarbeitet, neue Lernorte gefunden und genutzt sowie neue Lernformen erprobt.
Durch den Aufbau einer systematisierten Zusammenarbeit von Bildungsanbietern und Bildungsnutzern wurde eine erhöhte Transparenz und Flexibilität vorhandener Bildungsstrukturen und -angebote erreicht.
Darüber hinaus steigerten die Beteiligten die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Bildungsbereichen. Die Beteiligung am Programm „Lernende Regionen“ wurde von den Netzwerkpartnern in diesem Zusammenhang als Basis für die Entwicklung einer neuen Lernkultur in Unna verstanden.
Aus einem Leitbild Lernkultur wurden darüber hinaus strategische Ziele abgeleitet und adäquate Strukturen weiterentwickelt. Sie ermöglichen völlig neue Prozesse, die zusammengenommen letztlich eine neue Lernkultur ausmachen. Innovation und die sie begründenden Kompetenzen zeigen sich nicht nur in neuen (Bildungs-) Produkten, sondern auch in den Strukturen, die zu ihrer Entwicklung führen – eine „Erneuerung an Haupt und Gliedern“, die wiederum innovative Produkte hervorbringt.
Diesen „dynamischen Kreislauf der Innovation“ in Gang zu setzen ist Aufgabe des Projektes – ihn zu verstetigen und nachhaltig zu sichern, war Aufgabe des Netzwerkes und ist nun die Aufgabe des Vereins.




